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Wendige Kanuten auf windiger Wehle

 

Niebüll
(dew)

Einen sportlichen Wettkampf der besonderen Art erlebten 500 Zuschauer am Dienstag Nachmittag auf dem böigen leicht aufgepeitschten Wasser der Badewehle. Im Rahmen der 75-Jahrfeier der Friedrich-Paulsen-Schule war eine Kanu-Rallye nach Art ein Jux-Regatta der achten bis elften Jahrgangstufen unter Beteiligung je einer Mannschaft des Maxim-Gorki-Gymnasiums Heringsdorf (Ostsee) und des FPS-Lehrerkollegiums angesagt. Sieger in der Kategorie der Tertien wurde die OIIIc in der Regatta-Bestzeit von zwei Minuten und 9 Sekunden. Auf den zweiten Platz kam die UIIIb. In der anderen Abteilung war die Mannschaft der Lehrer erfolgreich, die die OIIa hinter sich ließ. In einem abschließenden Vergleich Sieger gegen Sieger zeigte der Tertien-Gewinner OIIc unter lautem Jubel der start vertretenen Schülerschaft den Lehrern das Heck ihres Bootes. Die Kanu-Rallye wurde in einem wie bei Regatten üblichen Doppel-K.O.-System ausgetragen, in dem die Gewinner der Läufe bis zum Finale vorstoßen und es ihnen die Verlierer des Vorlaufs gleichtun konnten, wenn sie nach einem gewonnenen Hoffnungslauf weiterhin auf Erfolgskurs blieben. Zu durchfahren war paarweise ein durch Bojen abgesteckter Kurs, auf dem unterwegs eine Wurst zu angeln und eine Boje zu umrunden waren. Auf eine weitere Schikane und auf den Lampionkorso wurde wegen der Windverhältnisse verzichtet. Den Kanusport der FPS gibt es seit 1995, als in einer Projektwoche zunächst zwei Vierer-Kanus gebaut wurden, denen vier weitere Boote folgten. Die Kanu-Sechserflotte kann heute eine komplette Klasse an Bord auf Wanderfahrt nehmen. Die Boote sind in einem von der Noldestiftung zur Verfügung gestellten Schuppen an der Schmale untergebracht. Der Wasserlauf ist auch das Hauptrevier, auf dem sich die Kanuten bis hin zum Hülltofter Tief bewegen können. Möglich sind auch Wanderfahrten von Tondern zum "Tief" via Wiedau und Rutebüller See sowie nach Überquerung der Landesstraße L 6 zu der bei Verlath beginnenden Schmale.