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Wäldchen hat viel zu bieten

So viele Menschen auf einmal waren wohl selten zuvor im Legerader Wald unterwegs. Rund 65 Schüler aus der achten und elften Jahrgangsstufe de Friedrich-Paulsen-Schule, bewaffnet mit Fernglas, Lupe und Bestimmungsbüchern hatten sich auf den Weg in den kleinen Wald bei Niebüll gemacht. Sie sollten ermitteln, welche und wie viele Tier- und Pflanzenarten in unserer nächsten Nachbarschaft vorkommen.

Ideengeber für dieses arbeitsaufwendige Projekt war ein Artikel in der Zeitschrift "Geo". Das naturwissenschaftliche Magazin hatte seine Leser bereits zum zweiten Mal dazu aufgerufen, die heimischen Tiere und Pflanzen zu bestimmen. Die Bedeutung der Artenvielfalt wird erst dann ins Blickfeld gerückt, wenn man selbst untersucht, wie viele Tiere und Pflanzen auf engstem Raum leben", meint Biologielehrer Uwe Sörensen, der die Idee hatte, dass sich auch die FPS beteiligen könne.

In Gruppen zu je 15 Schülern ging es durch das kleine Waldstück. Das Motto: "Augen auf - und möglichst viel finden:" Einen ganzen Vormittag lang war die Gruppe im Einsatz. Der Legerader Wald, erzählt Uwe Sörensen, eigne sieh besonders gut, wenn es darum gehe, viele verschiedene Arten zu entdecken. Auf engstem Raum gebe es dort eine Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme: Ein Teil des Waldes besteht aus Nadelhölzern, ein anderer ist nur mit Laubbäumen bewachsen. Inmitten des Waldes liegen ein paar Teiche. Rundherum finden sich Gräben, Sträucher und Wiesen. Diese Mischung, so Sörensen, garantiere eine breite Palette von Tier- und Pflanzenarten.

Während des Vormittags im Wald, so Sörensen, sei unter seinen Schülern richtiger Jagdeifer aufgekommen. Immer wieder gab es etwas Neues zu entdecken. Größere Pflanzenarten konnten die Acht- und Elfklässler selbst mit Hilfe ihrer Bücher bestimmen. Bei den schwierigen Fällen halfen Uwe Sörensen, der Biologe Peter-Lorenz Hartwigsen und die Biologielehrer Karin Schließmann, Sonja Hafner und Michael Christiansen aus.

367 verschiedene Tier- und Pflanzenarten konnten die Lehrer und Schüler im Legerader Wald ausmachen. Darunter sind auch einige Seltenheiten. Gefunden wurden unter anderem eine Orchideenart, eine Hornisse sowie das Mennigrote Spitzmäuschen, ein seltener Rüsselkäfer.

Besonders viel, meint Uwe Sörensen, habe das Projekt für die Schüler gebracht. Durch die praktische Bestimmungsarbeit seien sie an die Natur heran geführt worden. "Im nächsten Jahr wollen wir das auf jeden Fall wiederholen", plant Sörensen. Dann aber, wolle er noch mehr Experten zu Rate ziehen. "So wird die Untersuchung noch professioneller.