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Schüler der FPS als Marketing-Forscher:
Wie zufrieden sind Kunden?
 

Schülerinnen und Schüler der
Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll werden in den
nächsten Tagen mit drei Fragebögen nach Hause
kommen und Familienangehörige
beziehungsweise das nahe Umfeld darum bitten,
die Bögen auszufüllen. Im Inhalt der Fragebögen
geht es um Einkaufserfahrungen in Niebüll,
Bredstedt, Leck und Tondern.


NIEBÜLL
(dew)

Bei der Befragung soll eine möglichst repräsentative Antwort auf die Frage herauskommen, ob die Bürger im Einzugsbereich des Niebüller Gymnasiums mit ihren Einkaufsmöglichkeiten zufrieden sind.
Art, Inhalte und Anordnung der Fragen sind nach wissenschaftlichen Spielregeln gestaltet worden. Das Know How hierzu lieferte der Flensburger Fachhochschullehrer Prof. Linker.
Vor Ort wurden die Fragebögen von den Schülerinnen und Schülern der 13. Jahrgangsstufe erarbeitet, betreut von den Kollegiumsmitgliedern Horst Gransow und Wolfgang Kernbichler.
Die beiden Pädagogen und Schulleiter Wolfgang Raloff informierten über das mit dem Arbeitstitel "Kundenzufriedenheit in Südtondern" überschriebene Unternehmen.
Projektbezogener Unterricht gehört seit mehreren Jahren zum Pensum der angehenden Abiturienten der 13. Jahrgangsstufe. Nach Projekten wie "Talkshow" und "Lesen" ist nun ein stark realitäts- und möglicherweise berufsbezogenes Projekt an der Reihe, das auch Teil des derzeit in Niebüll laufenden "Konfuzius-Projekts" ist. Die Anregung zu dem Marketing-Projekt kam vom Handels- und Gewerbeverein (HGV)
Niebüll, der in einem seiner Arbeitskreise ein gleichartiges Thema angegangen ist.
Jetzt fragen Schüler der FPS die einkaufenden Bürger nach dem Grad ihrer Zufriedenheit und ihren Wünschen. Eine Fülle von Fragen, Erfahrungen und Vorstellungen der Bürger sollen erkundet werden. In den auf die vier Orte bezogenen Fragebögen A bis D ist ein erster Teil der Fragen gleich, der zweite hingegen auf den jeweiligen Ort bezogen.
Es wird gezielt gefragt, was man von diesem Einkaufsort und seinen Geschäften erwartet. 800 der derzeit 861 Schüler der FPS werden am
morgigen Dienstag je drei Fragebögen erhalten. Einer ist an die Eltern gerichtet, die beiden andern an Personen "nach Anweisung" so zum Beispiel an junge Leute unter 30 mit oder ohne Nachwuchs. Wer gefragt wird, richtet sich nach einem Zufallsprinzip, das gleichfalls bei der Auswahl der vier Einkaufsorte angewendet wird. Denn von den
2400 gedruckten Fragebogensätzen richten sich je 600 auf einen der vier genannten Orte.
Unter dem Strich, hörte die FPS vom Flensburger Professor, komme ein repräsentatives Ergebnis heraus. Was der FPS jetzt noch fehlt, ist die Bereitschaft der angesprochenen Adressaten.
Oberstudiendirektor Raloff und seine Kollegen Gransow und Kembichler setzen auf die Ruhe der kommenden Tage, in denen für Überlegungen mehr Zeit ist als in der Hektik der Vorweihnacht. Nach den "Tagen" werden die Bögen eingesammelt und zum Schulanfang mitgenommen und dem 12-köpfigen "Marktforscherteam" übergeben. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe der EDV. Die Resultate der kleinen Marktanalyse werden dem Kommerz der vier Einkaufsorte in Berichtsform übergeben. Geschäfte, die mit der Note "außerordentlich gut" abschneiden, sollen informiert und veröffentlicht, "besonders schlechte" vertraulich
angeschrieben werden, damit sie Gegenmaßnahmen ergreifen können. Für die angehenden Abiturienten soll die Aktion "Kundenzufriedenheit in Südtondern" ein exemplarisches Beispiel dafür sein, wie derlei Unternehmungen mit wissenschaftlichem Know How praktisch
angegangen werden. Und: Gymnasiasten aus der Region tun etwas für ihre Region.