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Abiturfeier der FPS: Alle haben bestanden Guter Jahrgang mit positiver Haltung zu seiner Schulzeit "Hadde dudde Abi da?" lautet der Titel der Abiturzeitschrift der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS). Die 51 Abiturienten können dieses Frage jetzt mit "ja" beantworten. Die Reifeprüfung ist geschafft. Alle haben bestanden. Die ehemaligen Schüler brachten ihre Freude über die Hochschulreife mit dem traditionellen Abi-Umzug durch die Niebüller Innenstadt zum Ausdruck und wurden in feierlichem Rahmen aus der Schule verabschiedet. Während ihrer neun Jahre an der FPS, ,lobte Schulleiter Wolfgang Raloff in seiner Ansprache, habe der Abiturjahrgang zumeist eine positive Haltung zur Schule und zum Lernen gezeigt. An einer Vielzahl von Projekten seien die Schüler beteiligt gewesen. Dabei erinnerte Raloff unter anderem an die Zusammenarbeit mit dem Nachbargymnasium in Tondern und an den Projektkurs, der kürzlich eine repräsentative Marketinganalyse für den Raum Südtondern angestellt hatte. Für die Zukunft wünschte sich Wolf gang Raloff, dass die ehemaligen Schüler sich selbst ein individuelles Gesicht geben, dabei aber stets Rücksicht auf die Mitmenschen nehmen. Erstrebenswert sei, ein großes Maß an Lebensfreude zu wahren. Die Tatsache, dass moderne Lebensläufe nicht mehr so klar strukturiert und vorausgeplant sind, stelle, so Raloff, eine große Herausforderung dar. Dr. Hanno Jochimsen hat im Jahr 1950 sein Abitur an der FPS bestanden. In der Ansprache des aus Hamburg angereisten goldenen Jubilars fiel immer wieder das Wort Emanzipation, Diese heute mehr als damals geschätzte Tugend haben ihm die Schule und besonders ein Lehrer vermittelt. Die Schule sei es gewesen die Hanno Jochimsen und seinen Mitschülern half, sich nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg von Nationalismus und Feindbildern zu lösen. Auch für heute wünsche er sich, dass an der Schule die Lehren des Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen, dem Namenspatron des Gymnasiums, thematisiert werden, nämlich, sich von Zwängen und Vorurteile zu befreien. Den Lehrern der FPS dankte Regine Wilkens im Namen der Eltern. Sie hätten ihren Job gut gemacht. Auch wenn sich so mancher oft mehr Geduld gewünscht habe, so hätten die Lehrer eine Menge Zeit investiert, die Schüler für das selbständige Leben fit zu machen. Mit dem Abitur, wandte sich Regine Wilkens an die Schüler, sei das Lernen nicht beendet. Fortan gelte es, aus dem Leben zu lernen. Mit den Worten William Shakespeares verabschiedete sich der Lehrer Walter Fedders von den Schülern. "All's well that ends well." Dies, so Fedders, treffe auch auf das bilinguale Profil der FPS zu. Zum ersten Mal haben Schüler ihre Abiturprüfung im Fach Erdkunde in englischer Sprache ablegen können. Für Walter Fedders, der den englischen Fachunterricht erteilt, ist dieser Jahrgang somit ein ganz besonderer. In seiner Rede ging Fedders auf die zunehmende Bedeutung der englischen Sprache im Alltag ein. "Englisch ist keine Fremdsprache mehr, sondern eine Zweite Sprache", zitierte er einen Artikel. Der Pädagoge bat seine Schüler, stets ansprechbar zu sein, und das in möglichst vielen Sprachen. Für den Abiturjahrgang ergriffen Anna Schließmann und Jan-Peter Opderbeck das Wort. Aus "rotzfrechen Gören" seien "halbwegs gebildete Abiturienten" geworden , resümierten sie. Daher sei den Lehrern zu danken. Anna Schließmann und Jan-Peter Opderbeck zählten eine Menge Ereignisse auf, die ihnen wohl die Schulzeit in schöner Erinnerung bleiben lassen werden. Besonders hoben sie hervor, welch eine gute Gemeinschaft über die Jahre entstanden sei. Daher, so glauben sie, werde der Kontakt mit vielen Mitschülern auch in Zukunft bestehen bleiben. Auch die Musik kam bei der Verabschiedung nicht zu kurz. Unter Leitung von Musiklehrerin Stephanie Budde gab der Chor einige Stücke zum Besten. Eine Schülergruppe spielte auf Violine, Kontrabaß und Querflöte. Lang anhaltenden Applaus erhielt Kerstin Kühn, die das Ave Maria" sang. Mit ihrer Darbietung des Stückes "Dust in the Wind" fingen die Abiturientinnen Anna Soujon, Verena Tybussek, Nadine Petersen und Synje Nissen die gefühlsbetonte Stimmung der Entlassfeier ein. "Schließlich", so Anna Soujon, "werden wir nun alle wie vom Wind in verschiedene Richtungen geweht." Nach der Zeugnisausgabe wurden folgende Schüler für ihre hervorragenden Leistungen gelobt. Das Abitur erreichte Anna Schließmann mit dem Durchschnitt von 1,1, Florian Puschmann mit 1,5, Inke Rasmussen und Martin Wilkens beide mit 1,8 sowie Ragnhild Christiansen mit 1,9. Am Abend feierten die Abiturienten ihren Abschlussball in der Stadthalle. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt, umarmt und sich verabschiedet. |