Nordfriesland Tageblatt: Zwischenbilanz: Offene Ganztagsschule auf gutem Kurs
21.01.11, von bee

NIEBÜLL Neuland betraten die Regionalschule Niebüll und die Friedrich-Paulsen-Schule mit der Offenen Ganztagsschule (OGS), die Ende Februar an den Start ging. Eine Zwischenbilanz zog jetzt Mario Vosgerau im Ausschuss für Schul-, Kultur und Bildungswesen.

Der Lehrer der Regionalschule lobte besonders die Kooperation mit der Volkshochschule, die die Koordination der OGS übernommen hatte. Mit nicht weniger als 40 Kursen, davon 20 Sport-Angebote, starteten die Akteure in das Projekt. Derzeit wird jeder Kurs durchschnittlich von zehn Schülern besucht. Von der Friedrich-Paulsen-Schule nehmen 121 Schüler die Angebote der Ganztagsschule in Anspruch. Von der Regionalschule haben sich 309 Mädchen und Jungen für Kurse an der OGS eingetragen. Beliebter Treffpunkt und eine Anlaufstelle für Schüler beider Bildungsstätten ist die Teestube, die täglich von 13 bis 14 Uhr geöffnet ist. "Die Einrichtung wird sehr gut angenommen", freut sich Vosgerau. Das Angebot wird von sechs Elternteilen unterstützt. "Wir brauchen aber noch weitere Eltern, die uns tatkräftig unterstützen", bat er um Mithilfe in der Teestube. "Berührungsängste", machte der Lehrer dafür verantwortlich, dass das Mittagstisch-Angebot in der Bildungs- und Arbeitswerkstatt nur auf eine geringe Nachfrage stößt. Durchschnittlich werden sechs Mahlzeiten am Tag an Schüler der OGS ausgegeben. "Vielleicht liegt es daran, dass es für die Schüler ein fremdes Gebäude ist", mutmaßt Vosgerau. Besser angenommen wird die Hausaufgabenbetreuung. Diese wird zwar bisher von bis zu 25 Schülern täglich genutzt, die Organisatoren haben aber auch hier mit einer größeren Resonanz gerechnet.

Insgesamt kommt die OGS auf rund 500 Buchungen im Monat. "Es brummt", bilanziert Peter Schipper. Der VHS-Leiter hob das Engagement seines Geschäftsführers Gerd Heide hervor, der sich bemüht, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Dessen Computer-Datenbank würde die Arbeit nicht nur sehr erleichtern, sondern auch perfekt funktionieren, lobte Schipper. Bürgermeister Wilfried Bockholt warnte davor, ein zu großes Sportangebot bereitzuhalten "Die Vereine dürfen keinen Mitgliederschwund erfahren." Hier müsse die OGS gegebenenfalls eine Kurskorrektur vornehmen. "Dass es Anlaufschwierigkeiten geben wird, war klar", warb Mario Vosgerau um Verständnis und Peter Schipper fügte hinzu: "Geben Sie uns Zeit und Ruhe, damit es richtig rund läuft."