Nordfriesland Tageblatt: Schulstart mit viel Improvisation
je 28.08.10
147 Sextaner wurden von Schulleiter Manfred Wissel in der Friedrich-Paulsen-Schule begrüßt. Die Einrichtung ist derzeit eine Baustelle.
Einschulung: Gleich am ersten Tag erfuhren die Neuzugänge, dass es an ihrer Schule viele Veränderungen gibt. Foto: dew
Niebüll - Die Schülerzahlen an der Friedrich-Paulsen-Schule pendeln sich weiterhin auf Rekordniveau ein. Seit mehreren Jahren schon wechseln sich die Gymnasien Bad Oldesloe, die dortige Theodor-Mommsen-Schule und Niebüll als zahlenmäßig größte Einrichtungen dieser Art im Land einander auf den beiden Spitzenplätzen ab. Oberstudiendirektor Manfred Wissel begrüßte in dieser Woche 147 Sextaner an der FPS. Nach Verabschiedung der Abiturienten steigt die Schülerzahl an der Friedrich-Paulsen-Schule damit wieder auf 1270.

Der Start ins neue Schuljahr ist für die Schüler der FPS mit Handicaps verbunden. Nach den Worten des Schulleiters haben zwei an der 900 000 Euro teuren Sanierungsmaßnahme beteiligte Firmen ihre Terminzusagen nicht einhalten können. Daher hat die Schule bis in die kommenden Wochen hinein den Status einer Baustelle. Nicht benutzbar sei der dritte Stock im Gebäude. Daher müsse einige Tage räumlich improvisiert werden, vertröstete der Schulleiter die Schülerschaft auf bessere Tage. Nach Räumung der Baustelle dürfen sich Schüler und Lehrer auf eine dann von Grund auf sanierte Schule freuen „Und auf Räume, in denen man sich wohl fühlen kann“, so Wissel.

„Herzlich willkommen im Gymnasium“, begrüßte der Schulleiter die jungen Neulinge, die in sechs zwischen 24 und 26 Schüler starken Klassen untergebracht werden. Schülern und Eltern auf der Tribüne der Südtondernhalle eröffnete er, dass die FPS Offene Ganztagsschule wird, die Mensa Anfang Februar in Betrieb genommen wird und als „OGS“ künftig ein umfangreiches Nachmittagsangebot mit Arbeitsgruppen, Sport, Kunst, Musik und Fördermaßnahmen bereithalte.

„Über das Schulsystem sollten Sie sich bitte keine Gedanken machen“, wandte sich der Schulleiter an die Eltern. „Es ändert sich ständig.“ Bildung sei Sache der Schule, Erziehung die der Eltern. Wo Erziehung gelinge, sei die Grundlage für Bildung geschaffen, zog Wissel eine Trennungslinie. Die Einschulung der Sextener fand zum letzten Mal in der Südtondernhalle statt. Schauplatz künftiger Schulveranstaltungen wird die geräumige Aula in der Mensa sei. Neu ist, dass der Weg zum Abitur wieder komplett im Klassenverband verläuft. Die Abiturienten 2010 waren die letzten im Kurssystem.
dew

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