Nordfriesland Tageblatt: Niebüller zum Landesfinale?
je 23.04.10
Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule erfolgreich im Programmier-Wettbewerb „Hase und Igel“
Das Challenge-Team mit Holger Carstensen (r.) und Hans Lang (4.v.r.).
Niebüll - Die Friedrich-Paulsen-Schule hat im diesjährigen Software-Wettbewerb „Hase und Igel“ gute Chancen, das Landesfinale am 6. Juni im Kieler Sophienhof zu erreichen. Das sechsköpfige Team von Studienrat Holger Carstensen belegt in diesem Programmierwettbewerb aktuell Platz drei in der Tabelle.

Den Namen für den Computerwettbewerb lieferte das Ravensburger Spiel des Jahres 1979. Für das PC-Spiel wurde das Brettspiel „Hase & Igel“so verändert, dass nur zwei Clienten (Spieler) gegeneinander antreten. Taktik ist gefordert – und eine enorme Fülle von Daten zu verarbeiten. Für den Weg zum Ziel haben die Spieler einen Proviantvorrat an Karotten zur Verfügung, der immer wieder aufgefüllt wird. Im Ziel ist ein Restbestand vorzuweisen. Unterwegs muss der Client Hindernisse in Form von Salatblättern überwinden, kann aber auch Hasenkarten (Joker) setzen.

Ein Zug ist auf zwei Sekunden begrenzt. Setzt der Spieler einen falschen Zug oder überschreitet er die Zeit, hat er verloren. Die beiden Kontrahenten wissen nichts voneinander. Ein Zentralrechner teilt mit, wer gewonnen hat. Ein Match „Schule gegen Schule“ besteht aus mehreren Spielen. Sieger ist, wer die meisten Spiele gewonnen hat.

Veranstalter des Software-Challenge ist das Institut für Informatik der Uni Kiel. Finanziert wird der Wettbewerb vom Wissenschaftsministerium und der Industrie. Ziel des Wettbewerbs ist, gute Schüler dazu zu motivieren, an der Kieler Uni Informatik zu studieren. Außerdem möchten das Informatikinstitut und die Wirtschaft den Informatik-Unterricht an Gymnasien und Gesamtschulen „praxisbezogen mitgestalten und damit aufwerten“, erklärte Prof. Hans Werner Lang von der Fachhochschule Flensburg, der die Niebüller Equipe betreut.

25 Mannschaften aus 18 Schulen nehmen am 7. Wettbewerb teil, der sich über ein ganzes Schuljahr erstreckt. Nach der Entwicklungsphase schickt die Schulmannschaft den von ihr programmierten Spieler ins Rennen. Die Vorrunde läuft von März bis Mai. Danach treffen die acht Teams in den Finalspielen aufeinander, bei denen sich die Kontrahenten live vor Publikum gegenüber stehen und im K.O.-System den Sieger ermitteln. Als Preise wurden ein einsemestriges Stipendium, ein Wanderpokal und Sachpreise ausgelobt.

Die FPS rangiert hinter dem Spitzenreiter, dem Gymnasium am Mühlenberg (Bad Schwartau), und der Heinrich-Heine-Schule (Heikendorf) sowie vor dem Gymnasium Wellingdorf (Kiel) und der Helene-Lange-Schule (Rendsburg) auf Platz drei. Am nächsten Spieltag treten die Niebüller gegen den Tabellenführer an.
dew

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