Nordfriesland Tageblatt: Stadtbücherei zeigt Sage vom Ekke Nekkepenn in Bildern
be 19.06.10
Niebüller Stadtbücherei zeigt Sage vom Ekke Nekkepenn in Bildern von einst und jetzt
7. Juni 2010 | Von Ursula Konitzki
Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule 1958 und 2010 setzten sich mit dem Thema auseinander. Bis zum 10. Juni sind die Bilder in der Niebüller Stadtbibliothek noch zu sehen.
Büchereileiter Ronald Steiner lädt zum Besuch der Ausstellung ein. Foto: kon
In der Niebüller Stadtbücherei sind noch bis zum 10. Juni Arbeiten von Schülern der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) aus den Jahren 1958 und 2010 zu sehen, die die Sylter Sage "Im Reich des Ekke Nekkepenn und der Inge von Rantum" im Kunstunterricht thematisiert haben. Der damalige Kunsterzieher an der FPS, Walter Bamberger, und die heutigen Kollegen im Fach "Kunst", Andrea Awe, Niko Bekehermes, Inken Geertz, Levke Henrich und Kerstin Knauer behandelten die Sage im Unterricht, bevor die Schülerinnen und Schüler mit Stiften, Farben, Pappe, Papier und Klebstoff ans Werk gingen. Die Sage erinnert an das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm vom "Rumpelstilzchen", dessen Namen niemand kannte. Auch den Namen des Meermannes "Ekke Nekkepenn" wusste niemand der Sage nach auf der Insel Sylt zu nennen, was der bildschönen Inge von Rantum fast zum Verhängnis geworden wäre. Der Meermann wollte sie zur Frau. Unter einer Bedingung würde er sie frei geben. Sie sollte seinen Namen herausfinden. Ähnlich wie bei "Rumpelstilzchen" verriet sich Ekke Nekkepenn selbst mit seinem von Inge von Rantum erlauschten Gesang. Vor 52 Jahren und heute entstanden Kunstwerke von Schülern gleichen Alters. Sie erzählten in wunderschönen phantasievollen Bildern und kleinen Objekten die Geschichte der Inge von Rantum und dem Meermann. Wie die Kunstlehrer Andrea Awe und Niko Bekehermes berichteten, hatte der Leiter des Niebüller Gymnasiums, Oberstudiendirektor Manfred Wissel, eine Mappe mit Bildern der Quartaner aus dem Jahr 1958 gefunden. Sie hatten unter Anleitung ihres damaligen Kunsterziehers Walter Bamberger die Sage illustriert. Schnell waren sich die Kollegen der FPS einig, den heutigen Quartanern das gleiche Thema zu stellen. "Man sieht einen Unterschied zu damals", stellten die Kunstlehrer fest. Die Bilder aus dem Jahr 1958 seien genauer gezeichnet. "Sie haben mehr Wert auf Einzelheiten gelegt", meinte Andrea Awe." Die Arbeiten der heutigen Schüler sind individueller gestaltet.

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