Nordfriesland Tageblatt: Mensa wird günstiger
15.09.10
Thema im Ausschuss: Die neue Mensa an der Friedrich-Paulsen-Schule. Foto: dew

Der Bau der Mensa an der Friedrich-Paulsen-Schule kostet nach derzeitigem Stand 30 000 Euro weniger als veranschlagt. Das teilte der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses im Amt Südtondern, Bürgermeister Hauke Christiansen, in der jüngsten Sitzung mit. Bisher waren für den Neubau 3 597 000 Euro veranschlagt.

Ein Problem gab es dennoch auf der Baustelle. Durch den Starkregen am 16. August war der Kellerbereich der Mensa voll gelaufen. Den dabei entstandenen Schaden (unter anderem an der Lüftungstechnik) bezifferte Christiansen mit 50 000 Euro, die jedoch zu Lasten der Versicherung gehen. "Der starke Regenfall, durch den die Niebüller Straßen zu Flüssen wurden, hat den Baufortschritt um zwei Wochen verzögert."

Amtsdirektor Otto Wilke berichtete aus einer Tagung der Aktiv-Region. Danach wurden der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll für die "Badestelle der Zukunft" vor Südwesthörn ein Zuschuss von 26 300 Euro und dem Plattdeutschen Zentrum Leck 9 100 Euro gewährt. Für das Beschilderungsprojekt "Nordfriesischer Radtourismus" sei ein Zuschuss von 39 900 Euro vorgesehen. Die Beschilderung soll jedoch erst im kommenden Jahr erfolgen, wenn sicher ist, dass es keine "Parallel-Routen" gibt. Das Projekt "Mobile Daseinsvorsorge", obwohl vom Plenum des Amtes mehrheitlich abgelehnt, soll nun doch angegangen werden - allerdings in kleinerem Rahmen mit Beteiligung von neun Gemeinden. Die Kosten werden auf 30 000 Euro geschätzt. Die Aktiv-Region Nordfriesland-Nord steuert 13 000 und der Kreis Bundesmittel von 10 000 Euro bei. 7 000 Euro tragen die Gemeinden selbst.

Das Niebüller Gymnasium und die Regionalschule wollen die Gestaltung der Nachmittage im Rahmen der Offenen Ganztagsschule gemeinsam organisieren, teilte der Amtsdirektor mit. Als zentrale Stelle für die Organisation gemeinsamer Aktivitäten sei die Volkshochschule im Gespräch.

Eine Mitgliedschaft im Weißen Ring lehnte der Ausschuss ab. Gemeindevertreter Manfred Wiemer hatte aufgrund seiner beruflichen Erfahrung aus seiner Zeit als Polizeibeamter gefordert, diese Entscheidung noch einmal zu überdenken. "Ich weiß, was sie leisten und kann mich in sie hineinversetzen", bat er auch um moralische Unterstützung. Doch aus grundsätzlichen Erwägungen heraus blieb der Ausschuss bei seinem Nein.

Dem vom Amtsdirektor vorgelegte Entwurf des "Plans zur Chancengleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und Frauenförderung im Amt Südtondern (kurz "Gleichstellungsplan") stimmte der Ausschuss zu. Der Plan soll dem Amtsausschuss am Montag zum Beschluss vorgelegt werden. Gleichstellung, heißt es im Plan, sei auch beim Amt Südtondern in dessen Entwicklungsphase noch nicht durchgängig erreicht. Demgegenüber formuliert das Amt, dass eine Frauen fördernde Arbeit kontinuierlich zum Abbau der Benachteiligungen fortgesetzt werde.

dew