Nordfriesland Tageblatt: Pralinen und Horrorfilm überzeugen
je 18.07.09
Schüler sind ohne Initiative? Von wegen. Die Vertreter der Friedrich-Paulsen-Schüler hatten eine Projektwoche beantragt und für jede Menge Ideen gesorgt. Nun stellten sie die Ergebnisse der Kurse vor – und feierten anschließend ihr Schulfest.
Mehr als zehn Schülerinnen hatten Popsongs eingeübt, die sie auf der Showbühne zum Besten gaben.
Niebüll/dew – „Chapeau – Hut ab! Das habt Ihr gut gemacht.“ Mit diesen Worten lobte Schülersprecher Folke Brodersen die 85 Projekte seiner 1200 Mitschüler. Die Friedrich-Paulsen-Schule beendete ihre Projekttage am vorletzten Schultag vor den Sommerferien mit der Präsentation der Ergebnisse.

„Eine sinnvollere Nutzung dessen, was in dieser Woche stattfand, kann ich mir nicht vorstellen“, schlug Oberstudiendirektor Manfred Wissel in die gleiche Kerbe und hob hervor, dass viele Talente entdeckt worden seien. „Wenn die Initiative dazu von den Schülern ausgeht, kann ich mir vorstellen, eine solche Projektwoche auch 2010 durchzuführen.“

Folke Brodersen und Jan Ole Gmelin von der Schülervertretung hatten die Projektwoche in der Schulkonferenz beantragt. Danach wurden Ideen gesammelt, geordnet und zu Papier gebracht. Die Schülerschaft griff 85 Mal in die Ideen-Kiste, in der sich Vielfalt quer durch alle möglichen Bereiche verbarg – etwa von Musik bis Film oder Sport bis Kochen. Folke Brodersen war von einigen Ideen besonders begeistert – etwa von den Projekten „Japan“, „Jugendgruppenleitung“, „Pralinenherstellung“ und dem kritischen Schauen eines Horrorfilms. Für ihn waren es echte Höhepunkte.

Bei den Vorbereitungen und der Durchführung fanden die beiden Schüler Unterstützung durch ein Lehrerquartett. Projekte anzubieten brachte nicht nur Spaß und ein „Unterrichtsfrei“. Die Schüler mussten präsent sein. Die Projektgruppen wurden von Eleven des elften und zwölften Jahrgangs geleitet. „Wir hatten da so einiges um die Ohren“, hieß es unisono.

Die Projektpräsentation, die auch von Eltern und Freunden der FPS besucht wurde, leitete zu dem alljährlichen Schulfest über. Das allerdings hatte in diesem Jahr einen etwas kleineren Rahmen. Die Bands „Triqper“, „Huffs“ und „Delivery“ spielten lautstark auf. Es wurde gegrillt. Und bei der Hitze des Tages tat auch die eine oder andere Erfrischung gut. Zu recht früher Abendstunde löste sich die Schulgemeinschaft dann auf, um nach den Anstrengungen der vergangenen Tage tief durchzuatmen – und dem letzten Tag vor den lang ersehnten Ferien entgegenzufiebern.
 
 

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