Nordfriesland Tageblatt: Wettbewerb: Wer ist der Beste am Computer?

je 06.05.09
Uni Kiel bat zum Vergleich „High Voltage“ / Drei Gymnasien aus der Region sind im Rennen

Demo am Laptop: Prof. Dr. Hans Werner Lang und der Niebüller Informatikkurs.

Niebüll/dew – „High Voltage“ heißt das Spiel, in dem 38 Schulen der Klassenstufen 12 und 13 von Schulen aus dem ganzen Land in einem Software-Challenge (Programmierwettbewerb) gegeneinander antreten. Neben dem Alten Gymnasium in Flensburg und dem Husumer Hermann-Tast-Gymnasium ist auch der Informatikkurs der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) von Studienrat Mark Matthiesen wieder mit von der Partie. Er hofft, das Finale der besten acht Kurse zu erreichen, das er im vergangenen Jahr knapp verpasste.

Der Wettbewerb „Programm gegen Programm“ ist vergleichbar einer einfachen Punktrunde mit 37 Spieltagen. An jedem Spieltag treten jeweils zwei Kurse gegeneinander an. Die Aufgabe besteht darin, dass zwei E-Werke miteinander zu verbinden sind. Die Leitungen dürfen unterwegs einander nicht berühren/kreuzen. Wer die bessere/schnellste Verbindung zustande bringt, hat gewonnen und erhält zwei Punkte. Gleich gute Verbindungen bedeuten ein Remis oder einen Punkt. Die FPS liegt nach dem 24. Spieltag der Vorrunde auf Platz elf und muss demnach noch drei Punkte gut machen, um die Endrunden am 5. Juni im Kieler Sophienhof zu erreichen. Viertel- und Semifinale werden im KO-System ausgespielt. Dem Gewinner winken 1000 Euro. Die Plätze zwei und drei sind mit 500 bzw. 300 Euro dotiert. Für Schüler, die besondere Leistungen erbringen und ein Informatik-Studium in Kiel oder Flensburg angehen wollen, sind 20 Start-Stipendien ausgelobt worden (ein Semester, 300 Euro monatlich).

Veranstalter dieses Schulprojekts ist das Informatikinstitut der Christian-Albrechts-Universität Kiel, das von Kieler Wissenschaftsministerium, der b+m Informatik AG, dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) und den Kieler Nachrichten, finanziell unterstützt wird. Ziel des Wettbewerbs ist, das Interesse an der Informatik zu wecken und Spaß an Informatik zu vermitteln. „Wir wollen jedoch vor allem Studienanfänger für Informatik gewinnen“, erklärte Prof. Dr. Manfred Schimmler (Uni Kiel), Leiter des Projekts „Wir haben in diesem Fach immer noch zu wenig Studenten“, stimmte ihm sein Kollege Prof. Dr. Hans Werner Lang (FH Flensburg) zu. Beide besuchten den Informatikkurs der FPS und fachsimpelten mit Niebüller Gymnasiasten.

Diese sind längst wieder im „Challenge“, bemüht die schnellste Hochspannungsleitung zu bauen und in diesem Spiel eine Strategie zu entwickeln, mit der man dem Gegner schnell mal die Hacken zeigt und zwei Punkte erringt. Die Niebüller sind zuversichtlich.


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