Uni Kiel bat zum Vergleich „High Voltage“ / Drei Gymnasien aus
der Region sind im Rennen
Demo am Laptop: Prof. Dr. Hans Werner Lang
und der Niebüller Informatikkurs.
Niebüll/dew – „High Voltage“
heißt das Spiel, in dem 38 Schulen der Klassenstufen 12 und 13
von Schulen aus dem ganzen Land in einem Software-Challenge
(Programmierwettbewerb) gegeneinander antreten. Neben dem Alten
Gymnasium in Flensburg und dem Husumer Hermann-Tast-Gymnasium
ist auch der Informatikkurs der Niebüller
Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) von Studienrat Mark Matthiesen
wieder mit von der Partie. Er hofft, das Finale der besten acht
Kurse zu erreichen, das er im vergangenen Jahr knapp verpasste.
Der Wettbewerb „Programm gegen Programm“ ist vergleichbar einer
einfachen Punktrunde mit 37 Spieltagen. An jedem Spieltag treten
jeweils zwei Kurse gegeneinander an. Die Aufgabe besteht darin,
dass zwei E-Werke miteinander zu verbinden sind. Die Leitungen
dürfen unterwegs einander nicht berühren/kreuzen. Wer die
bessere/schnellste Verbindung zustande bringt, hat gewonnen und
erhält zwei Punkte. Gleich gute Verbindungen bedeuten ein Remis
oder einen Punkt. Die FPS liegt nach dem 24. Spieltag der
Vorrunde auf Platz elf und muss demnach noch drei Punkte gut
machen, um die Endrunden am 5. Juni im Kieler Sophienhof zu
erreichen. Viertel- und Semifinale werden im KO-System
ausgespielt. Dem Gewinner winken 1000 Euro. Die Plätze zwei und
drei sind mit 500 bzw. 300 Euro dotiert. Für Schüler, die
besondere Leistungen erbringen und ein Informatik-Studium in
Kiel oder Flensburg angehen wollen, sind 20 Start-Stipendien
ausgelobt worden (ein Semester, 300 Euro monatlich).
Veranstalter dieses Schulprojekts ist das Informatikinstitut der
Christian-Albrechts-Universität Kiel, das von Kieler
Wissenschaftsministerium, der b+m Informatik AG, dem
Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) und den Kieler
Nachrichten, finanziell unterstützt wird. Ziel des Wettbewerbs
ist, das Interesse an der Informatik zu wecken und Spaß an
Informatik zu vermitteln. „Wir wollen jedoch vor allem
Studienanfänger für Informatik gewinnen“, erklärte Prof. Dr.
Manfred Schimmler (Uni Kiel), Leiter des Projekts „Wir haben in
diesem Fach immer noch zu wenig Studenten“, stimmte ihm sein
Kollege Prof. Dr. Hans Werner Lang (FH Flensburg) zu. Beide
besuchten den Informatikkurs der FPS und fachsimpelten mit
Niebüller Gymnasiasten.
Diese sind längst wieder im „Challenge“, bemüht die schnellste
Hochspannungsleitung zu bauen und in diesem Spiel eine Strategie
zu entwickeln, mit der man dem Gegner schnell mal die Hacken
zeigt und zwei Punkte erringt. Die Niebüller sind
zuversichtlich. |