Nordfriesland Tageblatt: 3000 Einladungen wurden verschickt

je 28.05.08

Das hat es in der Geschichte der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) noch nicht gegeben: ein Ehemaligenfest für alle Schülerjahrgänge sowie alle "aktuellen" und ehemaligen Lehrkräfte am Niebüller Gymnasium.

 

Von Ursula Konitzki - Schönes Wetter sorgte dafür, dass im Schulgebäude und vor allem auf dem Schulhof "der Bär steppte". Natürlich begegneten sich nicht alle Gäste nach Jahren zum ersten Mal wieder. Aber den einen oder anderen ehemaligen FPS-Schüler wird die Frage schon umgetrieben haben, wer ihm da gegenüberstand und ihn per "Du" und mit Vornamen ansprach. Überall standen und saßen fröhliche Grüppchen zusammen. Den Kaffee und 80 Kuchen sowie Torten aus heimischen Backöfen spendabler Eltern konnte man am Stand des 13. Jahrgangs erstehen. Der Erlös wird in das baldige Abifest gesteckt. Andere Einnahmen sollen der Erfüllung von Wünschen dienen, für die dem Schulträger das Geld fehlt, erklärte der Vorsitzende des Freundeskreises der FPS, Sönke Petersen.


Beim Ehemaligenfest war der 13. Jahrgang für den Service verantwortlich. Schule und Freundeskreis der FPS haben die Veranstaltung organisiert. Wie von Schulleiter Oberstudiendirektor Manfred Wissel zu erfahren war, wurden 3000 Einladungen verschickt. 450 Ehemalige hatten zugesagt. Zu den älteren "Semestern" zählten auch Rita Vandieken, Erich Hoppe und Dierk Dittmann. "Wir waren 56 Schüler in der Sexta im Jahre 1947", erinnerte sich der pensionierte Lehrer Erich Hoppe von der Insel Sylt. "Wir kamen im Sommer bis weit in den Herbst barfuß zur Schule." Dort erhielten die Kinder, die statt Schulbroten nur Kartoffeln und Rüben von zu Hause mitbekamen, wenigstens eine Schulspeise. Das Schülerheim an der FPS konnten sich längst nicht alle Eltern leisten.

Wie Schulleiter Manfred Wissel vor den Gästen erklärte, möchte die Schule mit dem Ehemaligenfest in einer Zeit, in der intensiv über Schulformen diskutiert wird, deutlich machen, in welchem Maße diese Institution das Selbstverständnis von Generationen geprägt und eine dauerhafte geistige Verbindung zur Region geschaffen hat. Wissel drückte seine Hoffnung aus, dass die FPS, die immer Gymnasium war, auch in Zukunft Gymnasium bleibt. "Unsere Schule darf nicht zum Spielball politischer Schulstruktur-Debatten werden." Die Schule sehe es als ihre Pflicht an, den Rahmen für die Ehemaligentreffen zu schaffen. "Wir würden uns freuen, wenn die ehemaligen Schüler und Lehrer als Mitglied im Freundeskreis der FPS ihre Verantwortung für die Zukunft der Schule zum Ausdruck brächten", sagte der Schulleiter.
 
In der Aula fand eine Reihe von Aufführungen von Schülern statt. Ein Film vom Schulfest 1950 stieß auf lebhaftes Interesse. Der Projektkurs "Modedesign" zeigte Ergebnisse. Die Ausstellungen "Gen-Technik" im Biologieraum und "Griffelkunstvereinigung" zogen das Interesse der Besucher genauso auf sich wie die Präsentation der 9d "Hoch im Norden - hoch im Trend". Im Erdkunderaum war anhand des Architektenentwurfs für die Mensa zu sehen, wie die FPS mit ihren zurzeit rund 1300 Schülern als offene Ganztagsschule in etwa zwei Jahren aussieht. Zwei Bands - die Gruppe B5 und die Gruppe Nepomuk - sorgten für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung. Da auch für das Abendbrot gesorgt war, stand der Feier bis in die Nacht hinein nichts im Wege.
 

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