NF-Tageblatt: Einfach genial: Schüler tüfteln um Stipendien

je 24.01.08

Probieren und programmieren: Oberstufenschüler der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll nehmen an einem Software-Wettbewerb teil. Den besten Teams winken Start-Stipendien für die Uni Kiel.

Gut im Spiel: Norman Jürgensen (l.) und Andre Clasen (r.)mit Studienrat Mark Matthiesen.

 

Niebüll/dew –  Zwölf Oberstufenschüler der Friedrich-Paulsen-Schule – unter ihnen mit Wiebke Erichsen ein Mädchen – stehen zurzeit im „Software Challenge 2008“. So heißt ein Software-Wettbewerb, an dem mehr als 30 Kurse der gymnasialen Jahrgangsstufen 12 und 13 aus Schleswig-Holstein teilnehmen.

Die Aufgabe besteht darin, bis Mitte Februar einen Computerspieler für das Brettspiel „Einfach Genial“ zu programmieren. Danach schickt der Kurs den von ihm programmierten Computerspieler in den Wettkampf, der als Meisterschaft ausgetragen wird. Die qualifiziertesten und damit besten acht Programme erreichen die Finalrunde.

Die besten Teams erhalten Geld- und Sachspenden, die besten Schüler – insgesamt 20 – von der Industrie ausgelobte Start-Stipendien für ein Studium an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel, das mit dem „Bachelor of Science – Fachrichtung Informatik“ abschließt. Auch die neue Runde des Software-Challenge ist ein vom Informatik-Institut der CAU veranstaltetes Schulprojekt, das von Unternehmen im Lande finanziert wird.

Mit dem Projekt soll der Informatik-Unterricht in den gymnasialen Oberstufen praxisbezogen mitgestaltet und aufgewertet werden. Spaß und Spannung sind dabei willkommene „Nebenprodukte“. An der Niebüller Friedrich-Paulsen-Schule wird der teilnehmende Kurs von den Studienräten Joachim Neuber und Mark Matthiesen geleitet. Kontakte zur Uni stellt Prof. Dr. Hans Werner Lang her. Als Sponsoren beteiligen sich unter anderem das Kieler Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium, die HSH-Nordbank und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z).

Getüftelt, probiert und programmiert wird im Medienraum des Oberstufengebäudes (ehemaliges Schülerheim). Wichtigste „Zutaten“ für das Programmieren eines „PC-Spielers“ sind, wie Joachim Neuber erklärte, strukturelles Denken, Programmierkenntnisse, eine gute Portion Mathe-Verständnis und ein wenig elektrotechnisches Wissen. Als pädagogische Ziele nannte sein Kollege Mark Matthiesen, Interesse an der Informatik zu wecken und Studienanfänger für dieses Fach zu gewinnen. Das Fach Informatik wird seit fünf Jahren an der Friedrich-Paulsen-Schule Niebüll unterrichtet.

 

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