Südtondern Nachrichten: Tipps aus der Praxis zur Berufswahl

je 04.03.08
Ehemalige Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule reisten extra an, um die Schüler von heute über Beruf und Werdegang zu informieren.

Ehemalige schildern den FPS-Schülern Werdegang und Aussichten in ihrem Beruf.

 

Niebüll/dew Im Rahmen der Berufsvorbereitung weilte eine Gruppe von Ehemaligen der Friedrich-Paulsen Schule im Niebüller Gymnasium und stand Schülern und Schülerinnen der Oberstufe Rede und Antwort in Fragen rund um den Beruf. Die Idee zu dieser Begegnung hatte der Niebüller Rechtsanwalt und Notar Hans-Ulrich Henningsen, Vater dreier Schüler an der FPS und Elternvertreter. Henningsen nahm die Idee von seinem Gymnasium in Uetersen mit, wo es ähnliche Begegnungen zwischen „gestandenen Ehemaligen" und Schülern gab. „95 Prozent der Schüler und Schülerinnen wissen beim Abi nicht, was sie einmal werden wollen", schätzt Henningsen. Das habe ihn auf den Gedanken gebracht, auch in Niebüll auf die Suche nach ehemaligen Friedrich-Paulsen-Schülern zu gehen und sie einzuladen, mit aktuellen Gymnasiasten über ihren Beruf zu reden.

Henningsen fand 150 Adressen heraus und setzte per E-Mail ein Schneeballsystem in Gang, das zu 20 Teilnehmern führte, die bereit waren, zu kommen, wo sie von 70 Schülerinnen und Schülern des elften bis dreizehnten Jahrgangs erwartet wurden: ein Sozialpädagoge, Lehrer, Pastor, Rechtsanwalt, Architekt, Apotheker, Polizeibeamter, Informatiker, Banker - ein repräsentativer Querschnitt durch klassische Berufe.

Die Schüler und Schülerinnen teilten sich in Interessengruppen auf und kamen mit ihren Gästen sehr detailliert in Gespräch. Häufige Fragen waren, ob sich ein Studium lohnt, ob man auch ohne Studium dieses oder jenes Berufsziel ansteuern kann, wie es um die Karriere steht oder was man verdient. „Es war gut, dass wir uns für die Schüler externen Sachverstand herein geholt haben", wertete Oberstudiendirektor Manfred Wissel die Begegnung mit Vertretern der verschiedenen Berufe. „Gespräche wie diese können dazu beitragen, den Verlust an Lebenszeit zu vermeiden", fügte er hinzu, auf einen möglichen Studienabbruch verweisend. „Wir werden solche Begegnungen künftig alljährlich veranstalten", kündigte der Schulleiter an.

Anzeichen eines gestiegenen Interesses bei seinen Schülern sieht Wissel an den bereits absolvierten Wirtschaftspraktika. Angenehm überrascht zeigte sich Wissel darüber, dass die Ehemaligen ihre Schule nicht vergessen haben und spontan zusagten. Einige kamen von weither - einer aus Hamburg, ein anderer sogar aus Polen. „Ich werde das eine oder andere Mal noch mithelfen, solche Treffs zu organisieren", sagte Hans-Ulrich Henningsen zu. „Doch danach wird es die FPS sicher selbst in die Hand nehmen."

 
 
 

Sie erreichen den zuständigen Redakteur unter der E-Mail-Adresse: xx@fps-niebuell.de, wobei Sie xx durch das oben angegebene Redakteurkürzel ersetzen müssen.