Nordfriesland Tageblatt: Türmchen schwebt zurück aufs Dach

je 30.08.08

Die Friedrich-Paulsen-Schule hat ihren runderneuerten Glockenturm wieder. Damit ist eines der Wahrzeichen der Stadt wieder an Ort und Stelle. Zur Schul-Einführung wird die Glocke in der kommenden Woche die Sextaner begrüßen.

Zur Freude aller wird der FPS wieder die „Krone“ aufgesetzt.

 

Niebüll/dew – In einer spektakulären Aktion wurde der Friedrich-Paulsen-Schule wieder ihr Glockenturm aufgesetzt. Der vor 20 Jahren zum zweiten Mal sanierte Turm war zuletzt einsturzgefährdet und wurde jetzt von Risum-Lindholmer Handwerkern der Firma Arnold Johannsen nahezu total erneuert.

Die Arbeiten am Turm dauerten 14 Tage. Die Kosten für die Erneuerung beliefern sich nach Angaben von Dipl.-Ing. Jess Hörnke von der Hochbauabteilung des Kreisbauamtes Nordfriesland auf 15 000 Euro.

Der 1924 in einem Sägewerk zu Brunsbüttel gebaute Turm wurde der FPS 1925 „aufgesetzt“. Im Turm-Innern befindet sich die Schulglocke, die zu besonderen Anlässen geläutet wird. Zu hören ist sie zum Beispiel bei der Verabschiedung der Abiturienten. In diesem Jahr musste das Geläut wegen der Schäden ausfallen. Die Glocke der FPS trägt die Inschrift: „Hell klingt meine Stimme nach Norden gewandt – Bleib treu dem deutschen Vaterland.“

Am „Neubau“ des Turm waren mehrere Handwerker beteiligt. Die Holzarbeiten besorgten Zimmerermeister Hagen Witt und der Altgeselle Olaf Petersen. Das Kupferdach fertigte Klempnergeselle Wolfgang Klünner an. Die Malerarbeiten waren Aufgabe von Maler Nissen aus Niebüll. Die kunstvolle Verbindung zwischen Kupferdach und Turm-Unterbau wurde in einer Tischlerwerkstatt angefertigt. „Alles Handarbeit“, betonte der Firmenchef, Dachdeckermeister Harald Johannsen. „Der Klempner brauchte für’s Kupferdach eine Woche.“

Der neue Glockenturm dürfte eine weitaus längere Lebensdauer haben als der bisherige. Für den Turm-Unterbau wurde Brettschichtholz aus sibirischer Lärche verwendet – ein spezielles Hartholz, das bei einem Flensburger Holzhändler geordert wurde.

Beim Ab- und dem gestrigen Aufbau des Turms half ein 60-Tonnen-Kran des Niebüller Kran-Unternehmens Stümer. Hagen Witt und Olaf Petersen nahmen den aus luftiger Höhe herab schwebenden Turm in Empfang und befestigten ihn an dem aus dem Dach heraus ragenden Turm-Fundament.

In den Hohlraum am Unterschlag des Turms legte Zimmerermeister Witt ein laminiertes Schriftstück hinein, auf dem die am Turmbau beteiligten Handwerker aufgeführt, das Datum genannt und weitere Hinweise aufgeführt sind.

„Wir freuen uns, dass wir unsern Turm wiederhaben“, sagte Oberstudiendirektor Manfred Wissel und kündigte an, dass die Schulglocke am Dienstag zur Einschulung der Sextaner läuten wird. Auch im Kollegium herrscht Freude, darüber, dass eines der weithin sichtbaren Wahrzeichen der Schulstadt wieder an Ort und Stelle ist.

 

Sie erreichen den zuständigen Redakteur unter der E-Mail-Adresse: xx@fps-niebuell.de, wobei Sie xx durch das oben angegebene Redakteurkürzel ersetzen müssen.