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Polizeibezirksreviers Niebüll an der
Friedrich-Paulsen-Schule 200 Fahrräder. Zeitgleich nahm ein Team der
Polizeizentralstation die Fahrräder von Schülern der Regionalschule in
Augenschein. Fünf Beamte unter der Leitung des Polizei-Verkehrslehrers,
Polizeihauptkommissar (PHK) Carsten Nissen, nahmen sich an der FPS der
Räder an. Vor der Aktion hatte der Verkehrsbeauftragte der FPS,
Studienrat Dirk Albrecht, die Eltern der radelnden Schüler brieflich
über die bevorstehende Kontrolle informiert und ihnen einen Info-Flyer
zum Thema „Das sichere Fahrrad“ zugeleitet. In ihm wurde auf nicht
weniger als elf Punkte am Rad hingewiesen. Auch die Bedeutung eines
richtigen Fahrradhelms kam nicht zu kurz. Eltern und Schüler hatten also
Zeit, das Fahrrad zu „checken“ und notfalls nachzurüsten, falls Bremsen,
Licht, Glocke, Rückstrahler oder anderes nicht in Ordnung wären.
Der erste Augenschein ergab einen alles in allem positiven Eindruck,
erklärte PHK Nissen. Er und seine Kollegen führten über die Kontrolle
Protokolle, in denen Mängel festgehalten wurden. Die Polizei leitet die
mit Namen und Klasse des Schülers versehenen Mängelberichte der Schule
zu. Diese gibt sie an die Eltern weiter mit dem Hinweis, „dass das
Fahrrad des Kindes nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht“ und
der dringenden Bitte, die festgestellten Mängel unverzüglich zu beheben.
Nach Beseitigung der Mängel erwartet die Schule Rückmeldung vom
Elternhaus. PHK Carsten Nissen kündigte an, dass die Polizei in den
nächsten Tagen und Wochen verstärkt Fahrradkontrollen auf den Schulwegen
durchführen wird. Eltern, die ihre Kinder mit nicht verkehrssicheren
Rädern auf den Weg zur Schule schicken, müssen mit Konsequenzen rechnen.
Die Schüler zeigten sich durchweg bereitwillig, ihr Rad zur Kontrolle
vorzuführen. Lasse C. (15): „Für mich ist der Topzustand meines Fahrrads
Standard.“ Diesen Zustand stellte Polizist Carsten Nissen anerkennend
fest. Auch bei Klassenkameradin Gyde P. war alles okay, wie
Polizeimeisterin Claudia Lütjens befand.
Polizeihauptkommissar Carsten Nissen wies darauf hin, dass bei
Jugendlichen von zehn Jahren an das Radfahren Unfallursache Nummer eins
im Straßenverkehr sei. Das hohe Unfallrisiko wäre teilweise auf
entwicklungsbedingte Defizite der Heranwachsenden zurückzuführen.
Hauptunfallursache sei das altersbedingte Risikoverhalten junger Radler.
„Der Drahtesel ist in ihren Augen Statussymbol. Je riskanter man fährt,
desto mehr wird man bewundert. Das Tragen eines Helms ist in ihren Augen
uncool.“
Ergebnis der Kontrollen: An der FPS wurden 192 Fahrräder kontrolliert.
48 davon (25 Prozent) wiesen Mängel auf. An der Regionalschule wurden
110 Räder unter „die Lupe“ genommen. Erschreckendes Fazit: Bei 59 der
Drahtesel, das sind 53,6 Prozent, traten Mängel zutage.
Kleinere Probleme an den Rädern wurden von den Beamten sofort behoben. |