Nordfriesland Tageblatt: Viele Schüler-Räder nicht verkehrssicher

je 28.11.08

50 Gymnasiasten von drei nordfriesischen Schulen starteten bei „Mathe-Olympia“ in Niebüll.

„Dein Rad ist okay", befand Polizeimeisterin Claudia Lütjens am Gymnasium.

 

 

Polizeibezirksreviers Niebüll an der Friedrich-Paulsen-Schule 200 Fahrräder. Zeitgleich nahm ein Team der Polizeizentralstation die Fahrräder von Schülern der Regionalschule in Augenschein. Fünf Beamte unter der Leitung des Polizei-Verkehrslehrers, Polizeihauptkommissar (PHK) Carsten Nissen, nahmen sich an der FPS der Räder an. Vor der Aktion hatte der Verkehrsbeauftragte der FPS, Studienrat Dirk Albrecht, die Eltern der radelnden Schüler brieflich über die bevorstehende Kontrolle informiert und ihnen einen Info-Flyer zum Thema „Das sichere Fahrrad“ zugeleitet. In ihm wurde auf nicht weniger als elf Punkte am Rad hingewiesen. Auch die Bedeutung eines richtigen Fahrradhelms kam nicht zu kurz. Eltern und Schüler hatten also Zeit, das Fahrrad zu „checken“ und notfalls nachzurüsten, falls Bremsen, Licht, Glocke, Rückstrahler oder anderes nicht in Ordnung wären.

Der erste Augenschein ergab einen alles in allem positiven Eindruck, erklärte PHK Nissen. Er und seine Kollegen führten über die Kontrolle Protokolle, in denen Mängel festgehalten wurden. Die Polizei leitet die mit Namen und Klasse des Schülers versehenen Mängelberichte der Schule zu. Diese gibt sie an die Eltern weiter mit dem Hinweis, „dass das Fahrrad des Kindes nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht“ und der dringenden Bitte, die festgestellten Mängel unverzüglich zu beheben. Nach Beseitigung der Mängel erwartet die Schule Rückmeldung vom Elternhaus. PHK Carsten Nissen kündigte an, dass die Polizei in den nächsten Tagen und Wochen verstärkt Fahrradkontrollen auf den Schulwegen durchführen wird. Eltern, die ihre Kinder mit nicht verkehrssicheren Rädern auf den Weg zur Schule schicken, müssen mit Konsequenzen rechnen.

Die Schüler zeigten sich durchweg bereitwillig, ihr Rad zur Kontrolle vorzuführen. Lasse C. (15): „Für mich ist der Topzustand meines Fahrrads Standard.“ Diesen Zustand stellte Polizist Carsten Nissen anerkennend fest. Auch bei Klassenkameradin Gyde P. war alles okay, wie Polizeimeisterin Claudia Lütjens befand.

Polizeihauptkommissar Carsten Nissen wies darauf hin, dass bei Jugendlichen von zehn Jahren an das Radfahren Unfallursache Nummer eins im Straßenverkehr sei. Das hohe Unfallrisiko wäre teilweise auf entwicklungsbedingte Defizite der Heranwachsenden zurückzuführen.

Hauptunfallursache sei das altersbedingte Risikoverhalten junger Radler. „Der Drahtesel ist in ihren Augen Statussymbol. Je riskanter man fährt, desto mehr wird man bewundert. Das Tragen eines Helms ist in ihren Augen uncool.“

Ergebnis der Kontrollen: An der FPS wurden 192 Fahrräder kontrolliert. 48 davon (25 Prozent) wiesen Mängel auf. An der Regionalschule wurden 110 Räder unter „die Lupe“ genommen. Erschreckendes Fazit: Bei 59 der Drahtesel, das sind 53,6 Prozent, traten Mängel zutage.

Kleinere Probleme an den Rädern wurden von den Beamten sofort behoben.

 

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