Nordfriesland Tageblatt: Schul-Ausstattung mit Laptops vervollständigt - Computer als Hilfe für Legastheniker

je 24.12.08

Freude über die neuen Computer: Urte Rudolph, Karen Petersen, Wolfgang Staacken, Schulleiter Manfred Wissel und dessen Kollegin Julia Richter (v. l.). (dew)

 

 

Niebüll/dew – Nach einem Erlass des Kieler Bildungsministeriums vom August dieses Jahres können Legastheniker Hilfen zum Ausgleich ihres Handicaps in Anspruch nehmen. Das können sowohl Zeitzuschläge bei Arbeiten als auch technische Hilfsmittel sein – zum Beispiel ein Laptop, auf dem der Legastheniker eine Arbeit schreiben oder dessen Rechtschreib-Prüfprogramm in Anspruch nehmen darf.

„Förderung ist hilfreich – aber nicht heilend“, sagt Urte Rudolph, die zusammen mit Karen Petersen in der Arbeitsgemeinschaft Legasthenie an der Friedrich-Paulsen-Schule ehrenamtlich tätig ist. Diese Förderung ermöglicht der Niebüller Wolfgang Staacken, der bislang mit mehreren Aktionen ein „Herz für Kinder“ bewies. Weil der Schulträger (zurzeit noch der Kreis Nordfriesland) knapp bei Kasse ist und der Etat der FPS keinen Cent mehr hergibt, schenkte Staacken dem Niebüller Gymnasium zehn Laptops im Werte von über 5000 Euro. Bei den Geräten handelt es sich um handliche „net-books“ – also vollwertige Computer mit Internetzugang. Er legte die Geräte der FPS am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien quasi unter den Tannenbaum mit den Worten: „Ich freue mich, dass ich auch der FPS helfen kann.“ Oberstudiendirektor Manfred Wissel: „Diese Hilfen tragen dazu bei, geistige Kapazitäten zu nutzen.“

An der FPS, an der es zwischen 50 und 60 Schüler mit diesem Handicap gibt, ist Studienrätin Julia Richter mit der Betreuung der Legastheniker betraut. Die Spende haben Urte Rudolph und Karen Petersen „angeschoben“. Wolfgang Staacken sagte seine Hilfe spontan zu.


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