Nordfriesland Tageblatt: Musikalisches Patchwork mit wundervoller Harmonie

je 01.12.08

Alle Jahrgänge der Friedrich-Paulsen-Schule waren bei einem Schul- und Hausmusikabend vertreten. Begeisterte Gäste erlebten einen Abend auf hohem musikalischen Niveau.

Ganz bei der Sache: Sängerinnen aus dem Oberstufen-Chor.

 

 

Niebüll/dew – Es war mehr als nur ein turnusmäßiger Haus- und Schulmusikabend. Es war ein Festabend der Musik – auf hohem Niveau und in außerordentlicher Vielfalt.

„Einheit in der Vielfalt“., so beschrieb auch Oberstudiendirektor Manfred Wissel das Programm, das seine Kollegin Stephanie Budde für ihr letztes Konzert an der Friedrich-Paulsen-Schule zusammengestellt hatte. Die Musikpädagogin geht 2009 in den Ruhestand und wird künftige Konzerte an der FPS aus ungezwungener Distanz genießen.

Die Besucher der brechend vollen Aula freuten sich daran, was Solisten, Instrumentalgruppen, Sängerinnen und Chöre aller Jahrgangsstufen in einem über zweistündigen Programm darboten, das trotz der Personalsorgen in der Fachschaft Musik, in der Oliver Schultz-Etzold (Reha) und Ingo Hackert (Ruhestand) fehlen, keine Einbußen offenbarte.

Im Programm des Abends waren nahezu alle Stilrichtungen vertreten. Die Klassik wurde perfekt durch die Klaviersoli von Hannah Christiansen und die hervorragenden Darbietungen der Schwestern Julia und Katharina Fliegauf vertreten. Die Blockflöte, nahezu meisterlich gespielt von Helena Funk und anspruchsvoll begleitet von Gesa Jarrens (Klavier), war in Gordon Jacobs „Scherzo“ zu hören. Einen recht weit fortgeschrittenen Ausbildungsstand – bei Christine Burkard – demonstrierten die Ensembles an Gitarre und Querflöte. Und dann erst die Chöre: Zuerst die Jüngsten aus der Unterstufe, später der Mittel- und Oberstufenchor, der das Publikum mit dem „Nada te turbe“ zu einem ökumenischen Gebet bat und mit dem Hit „Lean On Me“ zu rhythmischem Mitklatschen anregte. Das von Maria Nissen und Kristin Hansen gesungene „Halleluja“ mit Gitarre- und Klavierbegleitung (Carsten A. Peters, Valentin Seehausen) stimmte festlich. Doch absoluter Höhepunkt des Abends war das „Tollite hostias“, der Schlusschor aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens, gesungen vom Mittel- und Oberstufenchor mit Orgelbegleitung von Volker Scheibe.

Herzhaften Applaus verdienten die Geschwister Simon und Hannah Looks (Cello/Harfe), die Süderlügumer Posaunenjunioren, die auch das Publikum beim Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ begleiteten – und die Sportler aus den Quinten für die rhythmische Gymnastik. Nicht zu vergessen die Mini-„Oasis“, die in munterem „Britpop“ den streitbaren Brüdern Liam und Noel Gallagher nacheiferten.

Das Publikum zeigte sich für die Darbietungen der 60 „Musikanten“ der FPS sehr dankbar. Offiziellen Dank und Blumen gab es auch für Kerrin Nommensen, die moderierte und durch das Programm führte, für Christine Burkard, ihre guten Ausbildungsergebnisse und auch dafür, wie gut FPS und Region zusammenwirken.

Dank galt auch Damaris Krebs, die an den Vorbereitungen mitwirkte und moderieren sollte, aber ihre Stimme „verloren“ hatte. Stehende Ovationen gab es für Stephanie Budde, die ein musikalisches „Patchwork“ zu einer wunderbar wohlklingenden Einheit zusammengefügt hatte. Als die dankbaren Besucher den Heimweg antraten, wurden sie von dem im Flur singenden Oberstufenchor mit dem Traditional des Iren J.E. Moore „Irish Blessing“ verabschiedet und auf die Adventszeit eingestimmt.
 

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