NF-Tageblatt: Schüler überzeugten mit guten Argumenten
je 23.04.07
Auf Landesebene haben zwei Niebüller Schüler den Sieg im Wettbewerb „Jugend debattiert" errungen und sich für das Finale in Berlin qualifiziert.
Franziska Hirsch und Alexander Osterkorn siegten auf Landesebene.
Kiel/Niebüll/dew Beim diesjährigen Landeswettbewerb „Jugend debattiert' stellte die Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) Niebüll erneut die Sieger in beiden Altersklassen. In der Sekundarstufe I (8. bis 10. Jahrgang) siegte der 14jährige Alexander Osterkorn. In der Sekundarstufe II (11. bis 13. Jahrgang) war die 17jährige Franziska Hirsch nicht zu schlagen. Den großartigen Erfolg der Friedrich-Paulsen-Schule machten ein zweiter Rang von Kathrin Jacobsen und weitere vordere Ränge Niebüller Schüler komplett.

Die Sieger qualifizierten sich für das Bundesfinale im Juni in Berlin. Mit dem guten Abschneiden setzten die Friedrich-Paulsen-Schüler die Serie Niebüller Erfolge fort. „Wir haben seit Gründung des Wettbewerbs 2002 immer einen dabei gehabt, der seinen Koffer für Berlin packen konnte", erklärte Studienrätin Dörte Wilbrand, die den Wettbewerb gemeinsam mit ihrem Kollegen Studienrat Stephan Jahnke auf Ortsebene leitet und mit ihm auch auf Landesebene koordinierend tätig ist. Die FPS gilt im Lande nicht nur als erfolgreichste Debattierschule. Sie ist in diesem an Beliebtheit gewinnenden Wettstreit „Pionierschule".

Am Landeswettbewerb nahmen 800 Schüler teil. Ins Finale im Kieler Landeshaus schafften es sechs Schulen. Die Teilnehmer hatten vor dem Finale im Plenarsaal des Landtags einen Vorkampf zu absolvieren, aus dem die vier Punktbesten in die Schlussrunde kamen. Im „Vorkampf" ging es in der Sekundarstufe I darum, ob die Unterbringung des Nachwuchses im Kindergarten verbindlich und der Museumseintritt für Jugendliche kostenfrei sein sollte. Die Sekundarstufler stritten um die Fragen „Berichtzeugnis oder Notenzeugnis?" und ob gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren sollten.
Im Finale lief Alexander Osterkorn zur Hochform auf. „Die Atmosphäre im Plenarsaal hat mir zusätzliche Kräfte verliehen", gab er sich im Nachhinein begeistert. Er hatte in der Frage, ob der Verkauf von Süßigkeiten und zuckerhaltigen Getränken in der Schule verboten werden sollte, den Kontra-Part zu vertreten und setzte dabei überzeugend auf Aufklärung statt auf ein Verbot. Franziska Hirsch musste gegen das „Wahlrecht ab Geburt" argumentieren. „Unsinn", lautete der Kern ihrer Position, die sie mit Sachkenntnis und der Fähigkeit vertrat, die Dingen blitzschnell auf den Punkt zu bringen. „Außerdem bin ich ein Kämpfertyp, der so schnell nicht aufgibt. Das ist mir auch im Kieler Finale zugute gekommen", sagte Franziska nach der Rückkehr aus Kiel. Die Niebüller Equipe hatte es eilig, vom Bahnhof Niebüll nach Haus zu kommen. Hinter ihr lag ein langer Tag und vor ihr ein Wochenende, an dem es galt, den Kopf für den schulischen Alltag wieder frei zu bekommen.

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