NF-Tageblatt: Von einem Profi das Sehen lernen

je 05.05.07
Der Fotograf und Buchautor Heinz Teufel gibt 16 Jugendlichen in einer Fotoschule wertvolle Tipps für den Umgang mit der Kamera. Die Ergebnisse sind am 16. Juni im Haizmann-Museum zu sehen.
Fröhliche Workshopteilnehmer mit Andrea Awe (2. v. re.), Heinz Teufel (3. v. re.) und Andreas Schönefeld (daneben).

 

Niebüll/dew - Ein dreitägiger Workshop bildete den Auftakt zu einem noch laufenden Jugend-Foto-Projekt, an dem 16 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren teilnehmen. Teil des Projekts ist auch eine Fotoschule, die ihre Arbeit bereits aufgenommen hat. Erste Ergebnisse werden am 16. Juni in einer Ausstellung im Richard-Haizmann-Museum zu sehen sein.

Die Fotoschule wird von der Kunsterzieherin, Studienrätin Andrea Awe (FPS), und Andreas Schönefeld (Verein der Freunde des Haizmann-Museums) geleitet. Zum ersten einleitenden Workshop, dem weitere mit Profis und Fotokünstlern folgen sollen, hatten die Veranstalter den zurzeit in Eckernförde lebenden Weltenbummler, Designer, Fotografen und Buchautoren Heinz Teufel (58) nach Nie­büll eingeladen.

Bekannt geworden ist Teufel durch seine Beiträge in den Ausgaben von GEO Deutschland und GEO Frankreich sowie in 20 Fotobüchern. Der Profi brachte seine jungen Zuhörer auf die Spur des „richtigen Sehens". Heinz Teufel erfand unter anderem auch ein Edeldruckverfahren, mit dem Motive auf Büttenpapier wiedergegeben werden können. Außerdem kennt man ihn in Insiderkreisen als den Begründer der „Schule des Sehens".

„In der Fotografie kommt es darauf an, das Sehen richtig umzusetzen", lautet eine seiner Thesen. Erst übers Sehen finde man zum Bild, das sowohl kommunizieren, vermitteln als auch erzählen kann. Eine andere These, die Teufel seinen Schülern vermittelt, lautet: Wahrnehmung, Analyse, Sinngebung. „Angesichts ästhetischer Legasthenie ist es schon mal gut, auf diese Weise zur Gestaltung der Umwelt beizutragen." Das sagte Heinz Teufel nicht ohne Augenzwinkern.

Die Niebüller Fotoschule bekam auch gleich Schulaufgaben. „Seht Euch in der Umgebung um und entdeckt regional Typisches - es sei denn, euch läuft was Besonderes vor den Sucher."


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