"Die Wochenschau" vom 26.11.06: Wirtschaftswoche mit 18 Gymnasiasten in Leck
je 26.11.06
Wirtschaftswoche mit 18 Gymnasiasten bei Clausen & Bosse in Leck - von der Schulbank in die Chefetage
LECK (jut). Eine Woche lang durften 18 Schüler der Niebüller Friedrich Paulsen Schule und des Gymnasiums Insel Föhr die harten Schulbänke verlassen und als „Unternehmer" in die Chefetage wechseln. Sie beteiligten sich am Unternehmensplanspiel „WIWAG", das der Unternehmensverband Unterelbe Westküste in Zusammenarbeit mit dem Lecker Großunternehmen Clausen & Bosse veranstaltete.
Erfolgreiche Unternehmer: Niebüller und Föhrer Gymnasiasten bei Clausen & Bosse
 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den Vorstandssesseln einer „Aktiengesellschaft" sollten die Jungmanager auf Zeit die Geschicke von drei konkurrierenden Scheinfirmen lenken, um auf dem Inlandsmarkt höhere Marktanteile, steigende Umsätze und bessere Erträge zu erzielen. Jede Entscheidung der jungen Manager wurde bei diesem Computer gestützten Planspiel mit seinen Auswirkungen auf Bilanzen, Gewinn und Verlustrechnung, Stückzahlenkalkulation, Sozialaufwand, Lohnsummen, Montagemenge und weiteren Faktoren berechnet. Dabei wurde deutlich, wie risikobehaftet unternehmerische Entscheidungen sein können. Ein Konjunktureinbruch oder ein neu aufgetauchter asiatischer Konkurrent machten den Schülern die Entscheidungen nicht leichter.
Rainer Bruns vom Unternehmensverband Unterelbe Westküste betonte in einem Pressegespräch die Bedeutung der Unterstützung der Wirtschaft für Schule und Bildung: „Für uns ist das Unternehmensplanspiel WIWAG, das wir jährlich vier Mal durchführen, eine selbst gestellte sozialpolitische Verpflichtung. Hier bei Clausen & Bosse sind wir nun bereits seit 30 Jahren mit dem immer wieder aktualisierten Planspiel zu Gast."
Auch Geschäftsführer Ingo R. Schulz und Personalchef Rainer Kabierske stehen voll hinter dem Konzept des Planspiels, junge Menschen an die schwierigen Themen der Marktwirtschaft heranzuführen und sehen die Kosten, die dem Betrieb dadurch entstehen als Zukunftsinvestition an. Dass sie damit richtig liegen, beweisen die positiven Rückäußerungen der Schüler. „Wir mussten hier Unternehmensziele formulieren, diese in entsprechende Planungen und Entscheidungen umsetzen und die Ergebnisse kontrollieren", berichtet Peer Asmussen von Föhr. „Durch die begleitenden Informationsblöcke habe ich einen wesentlich besseren Einblick in die Unternehmensabläufe erhalten. Das Besondere war hierbei sicher, dass wir Entscheidungen treffen mussten und sofort erkennen konnten welche positiven öder auch negativen Auswirkungen unsere Entscheidung für den Betrieb oder auch für deren Mitarbeiter hatten.
Ich will Biologie Ingenieurwesen studieren und habe hier erfahren, wie gut dieses Studium mit den Wirtschaftwissenschaften harmoniert. Dies hat mir noch einmal bestätigt, dass meine Studienentscheidung richtig ist."
Bei Bente Müller liegt die Sache ganz anders: „Es war spannend und hat sehr viel Spaß gemacht, ein Unternehmen zu führen. Aber meinen Berufswunsch werde ich dadurch nicht ändern. Ich will nach dem Abitur Hebamme werden."


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