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| Jugend debattiert: Niebüller
haben in Berlin das Wort Zwei Schüler der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll sicherten sich beim Landesfinale "Jugend debattiert" in Niebüll ihr Ticket für das Bundesfinale am 15. Juni auf dem Berliner Schloss Bellevue. In der Aula des Gymnasiums konnten Arwen Colell in der Gruppe der Klassen 8-10 und Sebastian Schütz in der Kategorie der Jahrgangsstufen 11-13 die Jury von ihrer Fähigkeit, angemessen und fair debattieren zu können, überzeugen. Auf dem Podium debattierten jeweils vier Schüler. Eröffnungsrunde hatte jeder Teilnehmer eine Minute Zeit, um seinen Standpunkt zu einem vorgegebenen Thema darzulegen. Während der anschließenden zwölfminütigen freien Aussprache galt es, Bezug auf die Ausführungen der Gesprächspartner zu nehmen, den eigenen Standpunkt zu erläutern und mit Fakten zu belegen sowie neue Aspekte ins Spiel zu bringen. Die endgültige Entscheidung, die Eingangsfrage mit Ja oder Nein zu beantworten, musste in der Schlussrunde getroffen werden. Die Schüler aus den Klassen 8-10 erörterten die Frage "Soll das aktive Wahlrecht bei allgemeinen Wahlen auf 16 gesenkt werden?". Während sich der 16-jährige Gunnar Hinrichsen und seine Mitstreiterin Arwen Colell gegen das Stimmrecht aussprachen, bescheinigten die Kontrahenten Torben Bathke und Benjamin Tadsen jungen Menschen die notwendige Reife für den Gang zur Wahlurne. In der Gruppe der Jahrgangsstufen 11-13 wurde die Frage "Sollen öffentliche Subventionen für Theater, Oper und Balett gestrichen werden?" erörter. Die Jury aus Lehrern und Schülern bewertete Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkteit, Überzeugungskraft und Schkenntnisse der Debattierenden. Die Juroren erläuterten dem Publikum und den Teilnehmern, was sie zu ihrem Urteil gebracht hatte. Verhaltene Begeisterung kam von Projektleiter Ralf Langhammer: "Ich habe schon erheblich schlechtere Debatten gehört." Der Wettbewerb "Jugend debattiert" steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau. Bis zum Jahr 2005 sollen bundesweit 450 Schulen einbezogen werden. Aus Schleswig-Holstein ist nur die Friedrich-Paulsen-Schule dabei. (Aus: Nordfriesland Tageblatt, 22. Mai 2003, ihe) |